dezentrale Zustellung in München 19 = Nymphenburg

 

Die hier gezeigten Zustellerstempel passt nicht in die derzeit bekannten gängigen Formen. Sowohl Größe und Schriftart weichen von den anderen bekannten Stücken ab und sind so auch recht einfach von anderen Zustellerstempeln unterscheidbar. Ähnliche Stempel kommen auch auf Eilbriefen nach München 50 vor.

 

Die Stempel sind in etwa  18-20 mm hoch und haben Schriftgrößen von ca. 10-11 mm. 

Nach dem derzeitigen Stand sind Zustellerstempel des PA Mü 19 eine selten zu findende Form, was insbesondere durch die sehr frühe Verwendung und der zu dieser Zeit seltenen Zustellung per Eilbrief als auch durch die kurze Verwendungszeit von ca. 1949 - 1953 (Stand März 2015) bedingt ist. Eine Zustellung ist von Juni 1949 bis August 1953 belegt, allerdings nur basierend auf einer Handvoll Belege. Gleichzeitig ist das Zustellgebiet Neuhausen - Nymphenburg nun auch nicht das größte. 

 

Es müsste zumindest Stempel von der Nr. 1 bis Nr. 14 geben.

Bislang sind Eilbriefe nach Mü 19 nur mit dem Ankunftsstempel des PA Mü 19, UB l, bekannt

 

K1 Mü 19 / l  (Einkreisstempel des Postamtes München 19, aptierter, nachverwendeter Stempel des Deutschen Reichs, mit Unterscheidungsbuchstabe "l")

 

Belegt und nachgewiesen wird die dezentrale Zustellung durch das PA Mü 19 im Übrigen allein über die Ankunftsstempel, da die Briefträgerstempel insoweit ja stumm sind. Belege mit Eilbriefen und Ankunftsstempeln des PA Mü 19 gibt es deutlich früher, bei mir belegt ab 16. Juni 47 (ohne Briefträgerstempel) bei Weiterleitung durch das PA Mü TA an das PA Mü 19. 

 

Nr. 6. 

 

14.02.1950 Blutenburgstr.

 

mit Ankunftsstempel München 19, l, 

 

Frühdatum eines Briefzustellerstempels aus Mü 19 (Stand März 2015)

Nr. 8 

 

auf einem Telegramm vom 20. Mai 1950. Der Zustand des Telegramms kann als katastrophal bezeichnet werden, angesichts der Seltenheit des Briefträgerstempels aber hinzunehmen.

 

Mein Dank für diesen Beleg gilt einem Sammler aus der Nähe von Freiburg im Breisgau.

Vorderseite

"8"

 

vom 26. April 1950, gepr. Schlegel

 
unterhalb der 8 mit wohl dem Ankunftsstempel des Münchner TA (schwach abgeschlagen), oben links dem typischen Ankunftsstempel des PA Mü 19 und einer schön abgeschlagenen 8 auf dem einzigen freien Feld, auf den eigentlich eine "13b" eingetragen hätte werden können bzw. sollen.

 

So hatte aber der Briefträger einen freien Platz gefunden. 

 

Nr. 9. 

 

01.08.1953 Hubertusstraße 1, München 1, Klinik Kreke, Luftpostbrief aus Frankreich

Dezentrale Zustellung bei Telegrammen

 

Die dezentrale Zustellung ist im Übrigen zeitlich nicht mit dem Beginn der Briefträgerstempel eingeführt. Auf einem Telegramm findet sich ein Ankunftsstempel in München in Form eines Minutenstempels (2. Oktober 1949, 18 Uhr), gefolgt von einer "3/", der zeitlich vor dem Ankunftsstempel in München 19 um 19 Uhr liegt. Es handelt sich um einen Durchgangsstempel des Münchner TA.

 

Einen Briefträgerstempel enthält dieser Beleg aus dem Oktober 1949 nicht:

 

Ein früherer Beleg weist gleichfalls einen Minutenstempel vom 22. Januar 1949 mit dem Nummer "08" auf, und belegt mE ebenfalls eine Weiterleitung durch das TA nach München 19. Das Telegramm weist auf der Vorderseite den typischen Numeratorstempel des Münchner TA auf. 

 

Dezentrale Zustellung auf Eilbriefen

 

In München 19 ist der früheste Beleg in meiner Sammlung ein Eilbrief, der am 8. August 1947 von TA nach Mü 19 lief und zugestellt wurde.